Live Aachen 2009
15.—17. Mai
Schraffur
Spot
Noten
Dom
Speaker
People

Freitag, 15. Mai 2009, 20:30 Uhr

Bryan Wolf – Klangregie
Prof. Hans-Walter Staudte – Begrüßung

Gesang der Jünglinge
Das erste große elektronische Werk überhaupt, der zuversichtliche Gesang eines Knaben, vielfältige Stimmen zum Lob der geschaffenen Welt, in einem Umfeld der fremdartigen elektronischen Klänge in der Ionosphäre und Magnetosphäre, bedroht vom Partikelfeuer des Weltalls, angesichts der tödlichen Flammen hier unten.

Mittwochs-Abschied
Der Wind, die Ventilatoren, -dass Kinder lachen, das Schilf am Ufer, der Dampf und der wütende Kontrabass mit den Fröschen, die aufgeregten Bienen, ist es noch der Klang in mir, der mir so natürlich scheint oder ist es schon das große elektronische Klanggebäude, in das ich so unmerklich hineingeraten bin?

Samstag, 16. Mai 2009, 20:30 Uhr

Bryan Wolf – Klangregie
Prof. Hans-Walter Staudte – Begrüßung

Telemusik
In Japan entstanden im Denshi Angaku Studio für elektronische Musik in Tokio, Klänge der Tempel Instrumente, der Rituale der östlichen Welt , das Dorffest in Spanien, in Ungarn verbunden zu einem ganzen universellen Klang einer gemeinsamen Aussage weit entfernter Länder und Traditionen, verbunden durch unser Menschsein – und die ab jetzt dazugehörende universelle Informationstechnik.

Oktophonie – Region I-IV

Wie schien uns das All so ruhig, die Milchstraße so vertraut. Die Schlacht beginnt: der dunkle Bewahrer der Naturgesetze, der unerbittliche Verhinderer gegen die Freude am Entstehen, am Wachstum, an der Freiheit, am Streben, und Suchen. Im Oktophonen Raumklang, mitten im Getümmel der elektronischen Gewalten bin ich.

Sonntag, 17. Mai 2009, 17:00 Uhr

Bryan Wolf – Klangregie
Prof. Hans-Walter Staudte – Begrüßung

mit Einführung und Wiederholung

Cosmic Pulses
Irrwitzige Rotation, simultane gegen Rotation, nicht zu fassen, überwältigend, bestürzend wegen der Länge und Intensität bisher ungehörter Gewalt. Im Jahr 2006 konzipiert und nach technischer Realisation durch das Experimental Studio für akustische Kunst in Freiburg 2007 in Rom uraufgeführt -standing ovations-. Ein akustisches Modell möglicherweise für die Quantenmechanik im Mikrokosmos, eben den Ton noch gehört, aber wo ist er ? ..unvereinbar mit den Theorien über die Dynamik des gewaltigen Kosmos. Die Physiker suchen noch nach geeigneten Modellen der gemeinsamen Einheit. Stockhausen sagt man soll es als Naturphänomen nehmen.

Sonntag, 17. Mai 2009, 20:30 Uhr

Bryan Wolf – Klangregie
Prof. Hans-Walter Staudte – Begrüßung

Hymnen
Unter einem elektronischen Himmel, der ohne Unterbrechung arbeitet, zuckt und oszilliert, die Kraft verschiebt, unermüdlich aktiv, erklingen die Bruchteile von Hymnen, Gesänge und Kapellenklänge, alles wirkt so klein, so vergleichbar, trotz des Beschwörens der eigenen Identität, alle sind irgendwie gleich unter diesem elektronischen Himmel, wie Menschen eben leben, überall.
Der elektronische Himmel reißt kurz auf, Stockhausen spricht im Studio mit dem Techniker, dass er ein Lied aus der Vergangenheit nur zur Erinnerung...
Hymnen ist wohl das bedeutendste elektronische Werk des 20. Jahrhunderts, in zwei Teilen, abendfüllend, voller neuer Assoziationen aus dem eigenen Leben geht der Zuhörer nach Hause, er hat auch sich selbst neu entdeckt.

Rahmenprogramm

Einführungsveranstaltung am Montag den 11. Mai: Andreas Klose, Musikpädagoge und ausgewiesener Stockhausen Experte, führt spannungsreich unter dem Motto "Hören und Sprechen über neue Musik" in die Welt der Sounds. Ort: Seminarraum Klangbrücke, 19.30 Uhr.

Sonderkonzert am Donnerstag, den 14. Mai: Geräusche und Klänge aus den Laboren und Instituten der RWTH verwoben mit experimentellen Sounds: Sounds of Science

Matinee "Moonscape" am Samstag, den 16. Mai: Konzert instrumental-elektronischer Musik von Kindern und Jugendlichen der Kompositionsklassen David Graham und Christian Banasik, Clara-Schumann-Musikschule Düsseldorf. Produktionen des Computermusikstudios "Studio 209" der CSM mit Uraufführungen von Kestutis Urbonas, Maximilian Yip und David Hoberg. Werke für Klavier und Elektronik sowie Uraufführungen von oktophonen elektronischen Stücken mit Pianisten der Klavierklasse Susanne Kessel, Bonn. Beginn 11.00 Uhr, Dauer der Veranstaltung ca 45. min)